Montag, 16. März 2015

Fasten - Konsumfasten: Zusammenfassung bist (fast) zur 4. Woche

Puh, es ist schön, wenn man endlich mal wieder Zeit zum bloggen hat. 

Die Uni hat mich seit einiger Zeit wieder fest im Griff, wenn auch nur mit einem Praktikum. Ich bin an einer Berufsschule und hospitiere in einer eigentlich ganz tollen Klasse, von dem Chaos mal abgesehen. Die Kleinen (Großen - sind ja schon alle so um die 20 Jahre rum). Wachsen einem ganz schön schnell ans Herz.

Am Donnerstag habe ich meine Unterrichtsstunde und ich werde meinen Lieben dann mal die Symbolik im Lied "Bochum" von Herbert Grönemeyer nahebringen. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie es auffassen.

Das alles hat aber zur Folge, dass ich natürlich viel mit der Planung zu tun habe. So ein Unterricht muss geplant werden. Gleichzeitig muss das Portfolio geschrieben werden (25 Seiten, juhu! - nicht). Und bald geht die Uni auch im vollen Maße wieder los. Ich freue mich einerseits auf den geregelten Tagesablauf (und die Aussicht, dass ich dem Bachelor immer näher komme), aber andererseits sehne ich mich in letzter Zeit auch sehr nach Ruhe, um in mich zu kehren. Yoga tut mir in letzter Zeit so gut und hilft mir, mich zu entspannen. Diese Abfolge von früh aufstehen - Schule oder Arbeiten - nach hause fahren - Unisachen schreiben - gammeln tut mir irgendwie nicht so gut. Ich komme nach hause und bewege mich kaum mehr vom Schreibtisch oder Sofa weg, da ich so viel zu tun habe.

Und da kommt mir gerade ein wunderbares Lied gerade recht, dass ich im neusten Beitrag von der Wilden Wölfin gesehen habe: ein indisch-asiatisch angehauchtes Lied mit Tina Turner. Wenn ich das höre, will ich mich sofort in ein dunkel Zimmer setzen, Augen schließen, entspannen und nur zuhören. Hört es euch mal an, es lohnt sich!


Aber nun zum eigentlichen Anliegen: mein Fasten"fortschritt".
Ich muss zugeben, dass mir das Konsumfasten einerseits leicht, andererseits schwer fällt.

  • Ich habe kein Problem damit, mir keine neuen Klamotten zu kaufen. Auch mit meinen 35 Sachen komme ich an sich gut klar.
  • Andererseits gab es jetzt schon das ein oder andere Event, an dem ich meinen Kleiderschrank kurzzeitig aufstocken musste. Die diamantene Hochzeit meiner Großeltern war eins davon. Da musste nicht nur das weiße Blusenkleid wieder rausgeholt werden, sondern auch ein goldfarbener Ring, der am besten zu der goldfarbenen kleinen Uhr passte, die ich von meinen Großeltern bekommen hatte und ihnen zu Ehren an der Feier um den Hals trug. Auch meine Ballerinas kamen zum Einsatz, ich hatte nicht damit gerechnet, dass es an dem Tag so warm werden würde! Ich hätte mir einen abgeschwitzt...
  • Ich gebe mir immer noch große Mühe, mir nur das an Nahrungsmitteln zu kaufen, was ich wirklich brauche. Es kam nun aber schon vor, dass ich, halb verhungert nach der Arbeit auf dem Weg nach hause am Bahnhof eine Laugenbrezel gekauft habe. Und wie ist das eigentlich mit dem Weggehen? Ich stand 2 Minuten beim letzten Discobesuch da und habe mich gefragt: "Darf ich mir das Bier jetzt noch kaufen oder soll ich es lieber lassen, denn ich würde es nur kaufen, weil es mir gerade so gut schmeckt?!". Das kann ermüdend sein.
  • Auch habe ich einmal Pizza bestellt. Wäre nicht nötig gewesen, ich hatte was zum Abendessen geplant. Aber Freund hat mich überredet und ich war nicht stark genug. 
Ich denke, dass ich nicht völlig erleichtert an Ostern dastehen werde und mich über meine neue Konsumfreiheit freuen werde, denn so viel mehr kaufe ich auch nicht außerhalb der Fastenzeit. Auf eins jedoch freue ich mich: Ich kann wieder auf mehr in meinem Kleiderschrank zugreifen und auf all meinen Schmuck! Besonders toll wird es aber, wenn ich  mir nach Ostern ein schönes Kleid für den Sommer aussuchen werde! Eine Freundin von mir sah letztens soo gut aus in ihrem Kleid, dass ich gesagt habe, ich brauche das jetzt auch, ich will mich auch so gut fühlen (Was für ein Irrsinn eigentlich, dass ein Kleid einen gut fühlen lässt, aber auch kurze Glücksgefühle können zur Lebensqualität beitragen :D). Ich werde also Kleiderkreisel unsicher machen!

Jetzt freue ich mich aber erstmal darüber, dass wir heute nicht Essen bestellen, sondern ich mir einfach ein schönes Abendbrot mache und zum Nachtisch noch einen meiner heute gebackenen veganen Schokomuffins mit Glühweingelee esse (wenn dieses "Menü" auch nicht geplant war, aber um die Uhrzeit noch einen Pizzateig zu machen - da sitze ich noch bis 22 Uhr da ohne Essen! Das wäre fata!).
Und später noch eine Yoga-Einheit. Mit dem Tina-Turner-Lied.

Ich freu mich.

Tüdelü
Sarita


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen